Kennst Du das?

Hast Du schonmal scheisse gebaut? Ordentlich? Da kannst um Entschuldigung bitten wie Du willst, aber es bleibt etwas ungutes zurück. Selbstverständlich sollte klar, sein, dass man den oder die anderen bittet, das eigene Verhalten zu entschuldigen und dann zusieht, dass der möglicherweise entstandene sachliche Schaden reguliert wird.

Was aber ist bei menschlichen Einbrüchen, die so ein gebauter „scheiss“ verursachen kann? Ich behaupte ja, es gibt Dinge die man sagt oder tut, die so weit unter die Gürtellinie gehen, dass danach etwas „zurück bleibt“, etwas haften bleibt, etwas nicht vergessen werden kann. Art Reade, ein indianischer Trainer sagte mal, es gäbe etwas schlimmeres noch als die Atom-Bombe: das gesprochene Wort. Es sei eine Form von Energie. Und die löst sich nicht einfach auf, die bleibt. Was das also anrichten kann… Denk mal nach, es gibt in Dir sicher auch böse Sätze die Du mal gehört hast und die irgendwie nicht weg gehen…..

Das alles kann und darf (…) passieren. Weil wir Menschen sind mit menschlichem Verhalten und Mustern.

Was aber passiert, wenn „es“ passiert ist? Ja, das Vertrauen in uns wird geringer, oder sinkt „auf Null“. Puuuh. Dir wird dann nicht mehr vertraut. Und das finde ich bitter.

Welche Strategien bleiben? Vertrauen…. Ins Leben. Aber eins nach dem anderen. Aus meiner Sicht gehört aufgearbeitet, was geschehen ist. Mit dem dritten wenn geht, aber unbedingt auch alleine.

Fragen wie:

  • Was veranlasst mich zu diesem Verhalten?
  • Woher kam die Wut?
  • Welche Schmerzpunkte (Schalter) hat der andere bei mir gedrückt?
  • Warum reagiere ich dann so, wenn ich diesen Schmerz spüre?

Und dann hilft es, sich im Vergeben zu üben. Eine Möglichkeit die die Schritte bis hier abdeckt, ist, nach Colin Tipping zu arbeiten und Vergebung zu üben: www.tipping-methode.de

Danach bleibt dann nur noch, wirkliches Vertrauen zu lernen und zu üben:

In sich selbst. Zu erkennen, man hat aus nunmehr bekannten Gründen so geahndelt. Zu erkennen, dass man sein Verhalten ändern kann. Sich zu vergeben und zu danken für diese Erfahrung.

In den anderen. Er oder sie wird mit der Zeit erkennen, dass es Dir ernst ist mit Deiner Entschuldigung und es Dir wirklich leid tut. Oder es war zu heftig, dann bleibt nur mehr, den anderen in Liebe innerlich zu verabschieden und seine Entscheidung (beachte: Ent  –  Scheidung) zu respektieren.

Ins Leben. Auch wenn es schwer ist: Es geschieht alles zu Deinem Wohle. Und Du kannst es auch noch bis zu einem gewissen Grad beeinflussen. Also- nimm Dein Leben von nun an in Deine Hand.

P.S.: In einem Gespräch mit einer Soziologin erfahre ich gerade folgendes. Unser Gehirn arbeitet angeblich nach aktueller Forschung grob ausgedrückt in dieser Weise: Auch nach zahlreichen schlechten Erfahrungen eine gute Erfahrung gemacht, wird sich die gute Erfahrung als Referenz gemerkt. Spannend. Muss ich mal suchen, ob ich die Forschung finde. Wie ist das bei Dir?