Weil du nicht da bist,
denke ich täglicher an dich.
Weil du nicht da bist,
bist du mir besonders nah.

Weil ich dich nicht sehen darf,
vermisse ich dich bei mir.
Weil ich dich nicht sehen darf,
verzehre ich mich umso mehr.

Weil du so fern bist,
erzähle ich mir Geschichten über dich.
Weil du so fern bist,
glaube ich mir selbst und bin
manchmal sogar beleidigt.

Weil ich dich nicht erreichen kann,
leide ich noch mehr.
Weil ich dich nicht erreichen kann,
verliere ich mich immer mehr.

Weil du in der Hölle bist,
leide ich mit dir.
Weil ich nicht will, dass du
in der Hölle bist – wegen mir.

Der Ausweg aus dieser Hölle möge
die Liebe sein.
Mit dir. Mit ihm. Oder mit mir.

Der Ausweg aus meiner Hölle möge
die Liebe sein.
Mit mir. Zu mir. Mit dir. Oder anders.

Weil ich dich nicht erlebe,
spüre ich mich mehr.
Weil ich dich nicht spüre,
vermisse ich dich sehr.

Weil du weg bist obwohl du nie da warst,
weil du da sein willst, obwohl es nicht geht,
weil alles so kompliziert ist, spüre ich nach
was ich wirklich wirklich will.

Weil du nicht da bist,
lebe ich mehr mit mir.
Weil du nicht da bist,
wache ich endlich auf und

liebe mich.

 

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(Bild: Marija Kanizaj, http://www.kanizaj-marija.com/)